Stadtteil-Info Oberkassel

Oberkassel

Kleinstadt in der Großstadt

 

In Oberkassel lebt man gern. Man ist stolz darauf, hier zu wohnen. Andere beneiden einen darum. Diese Halbinsel im Rhein ist wohl einer der begehrtesten Stadtteile Düsseldorfs. Die Nachfrage ist jedenfalls größer als das Angebot. Und woran liegt das? Da sind viele Gründe zu nennen. Es gibt wohl kein Stadtviertel in der Landeshauptstadt, das städtebaulich einen harmonischeren Eindruck macht. Die beeindruckenden Jugendstil- und Gründerzeitfassaden mit ihren hübschen Giebeln, Erkern, Portalen, geschnitzten Türen und Ornamenten sowie den prächtigen Platanen bilden ein städtisches Ensemble, das seinesgleichen sucht. Die Wohnungen darin sind meist großzügig bemessen und gut saniert und ausgestattet. Man spürt den Respekt vor der Architektur der Vergangenheit, ohne dass auf das Moderne verzichtet werden muss. Von den verheerenden Zerstörungen des zweiten Weltkriegs blieb Oberkassel weitgehend verschont. Viele der hochwertigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

 

Wer in einer der besonders begehrten Altbauwohnungen an der Rheinfront wohnt, hat einen herrlichen Ausblick auf den Fluss und die andere Rheinseite. In Oberkassel zu leben war in den letzten Jahrzehnten nicht billig, weshalb hier auch eher die „gehobene Mittelschicht“ ihre Heimat gefunden hat. Man kennt sich untereinander und pflegt gute Nachbarschaft. Hier wohnt ein gesunder Mix aus Jung und Alt. Sozialwohnungen oder soziale Brennpunkte gibt es in Oberkassel so gut wie nicht. Oberkassel gehört zu den reichsten Stadtteilen Düsseldorfs mit einem hohen jährlichen Durchschnittseinkommen. Immer schon haben sich Künstler und Kreative in Oberkassel wohl gefühlt, so z. B. Gustaf Gründgens, Gotthard Graubner, Otto Pankok, Günther Uecker, Joseph Beuys, Konrad Klapheck, Kai und Lore Lorentz sowie Andreas Gursky, die hier ihren Wohnsitz oder ihre Wirkstätte hatten oder haben.

 

Zu einer guten Wohn- und Lebensqualität gehört aber auch eine entsprechende Infrastruktur. Und die ist in Oberkassel gegeben. Auf kleinstem Raum ist alles fußläufig zu erreichen: viele oft inhabergeführte Fachgeschäfte, elegante Boutiquen, Restaurants, Cafés, Kneipen, Ärzte aller Fachrichtungen, Schulen, Kindergärten, Spielplätze sowie Sport- und Freizeitangebote. Nur die Parksituation ist beklagenswert, auch wenn die neue Quartiersgarage auf der Luegallee ein wenig Erleichterung gebracht hat. Oberkassel hat ein besonderes unverwechselbares Flair, das macht die gelungene Mischung aus bürgerlicher Tradition und quirligem Leben, aus Urbanität und Verträumtheit. Man kennt sich, man trifft sich beim Einkaufen oder in den Cafés und Bistros auf der Luegallee und deren Nebenstraßen.

 

Das beste linksrheinische Verkehrsmittel ist das Fahrrad, und mit den Straßenbahnen, deren Gleise die Hauptachse Oberkassels, die Luegallee, durchschneiden, ist man in wenigen Minuten in der Altstadt oder auf der Kö.

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