Aktuelles
Kunst, Kultur und Soziales verbinden
Termine Jour Fixe 3. Quartal 2026
6. Juli 2026 - 11 Uhr
3. August 2026 - 11 Uhr
7. September 2026 - 11 Uhr
Unser Jour Fixe ist ein regelmäßig stattfindendes Treffen, bei dem wir aktuelle Themen und den Fortschritt von Projekten besprechen oder Informationen austauschen. Sie dienen der kontinuierlichen Kommunikation und Koordination innerhalb unserer Initiative. Diese Treffen finden monatlich statt und zwar jeweils am 1. Montag im Monat von 11 bis 13 Uhr im Zentrum plus der Diakonie, Gemünderstraße 5, 40547 Düsseldorf.
Gäste sind herzlich willkommen. Weitere Informationen über unsere Initiative erhalten Sie, wenn Sie dem Link folgen: Über uns
Ausstellung
Unter Tage - fern der Heimat, Japanische Bergarbeiter im Ruhrgebiet
30. Mai 2026 bis 11. Juli 2026, Eröffnung am 30. Mai 2026 um 15 Uhr
Zentrum plus der Diakonie, Gemünderstraße 5, 40547 Düsseldorf
Die Ausstellung kann wochentags zwischen 12 und 14:30 Uhr besichtigt werden. Vor dem Besuch der Ausstellung sollte man sich telefonisch beim Zentrum plus
erkundigen, ob die Räume aktuell zugänglich sind. Tel. 0211 58677113
Veranstalter: Keyworker Oberkasselplus und Japanisches Begegnungs- und Hilfsnetzwerk TAKE Düsseldorf e.V.
Ausstellungseröffnung
Am 30. Mai 2026 wurde die Ausstellung „Unter Tage fern der Heimat – Japanische Bergarbeiter im Ruhrgebiet“ im Zentrum Plus Oberkassel eröffnet. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus der japanischen und deutschen Community nutzten die Gelegenheit, um ein wenig bekanntes Kapitel der deutsch-japanischen Geschichte kennenzulernen. Die Ausstellung fand großen Anklang und bietet trotz ihres begrenzten Umfangs seltene Einblicke. Im Mittelpunkt stehen rund 500 japanische Bergarbeiter, die in den 1950er- und 1960er-Jahren auf Grundlage eines Regierungsabkommens für jeweils drei Jahre im Ruhrbergbau arbeiteten. Die Ausstellung vermittelt historische Hintergründe und erzählt zugleich von den persönlichen Erfahrungen der Betroffenen, über die lange Zeit kaum öffentlich gesprochen wurde. Unser besonderer Dank gilt den ehemaligen Bergarbeitern Tatsumi Shigyo und Ariyoshi Nobaki, die ihre Erinnerungen in Interviews mit uns teilten und Fotografien sowie Gehaltsabrechnungen zur Verfügung stellten. Ebenso danken wir Pia Tomoko Maid, Präsidentin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, für die Genehmigung, Inhalte aus dem Buch „Japanische Bergleute im Ruhrgebiet“ zu verwenden.
Ein weiterer Bestandteil der Ausstellung sind Linoldrucke einer Arbeitsgruppe unter Leitung der Künstlerin Gabriele Kerkhoff. Die Arbeiten greifen mit ihrer reduzierten Schwarz-Weiß-Gestaltung die Härte, Dunkelheit und körperliche Belastung des Bergbaus auf und machen die Lebenswelt der Bergarbeiter anschaulich.
Mit der Ausstellung möchten wir Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie zwischen der japanischen Community und der lokalen Bevölkerung schlagen. Historische Hintergründe und persönliche Lebensgeschichten sollen dabei gleichermaßen sichtbar werden. Ein besonderer Höhepunkt der Eröffnung war der Auftritt des japanischen Take-Chors unter der Leitung von Yoshi Hara. Mit einem auf Deutsch vorgetragenen Bergsteigerlied berührte der Chor viele Gäste, insbesondere Besucherinnen und Besucher mit familiären Bezügen zum Bergbau.
Die Ausstellung kann wochentags zwischen 12 und 14:30 Uhr und am Wochenende nach Absprache besichtigt werden. Vor dem Besuch der Ausstellung sollte man sich telefonisch beim Zentrum plus erkundigen, ob die Räume aktuell zugänglich sind. Tel. 0211 58677113
Linolschnitte der Kunstgruppe Keyworker Oberkasselplus
Informationen zu den Fotografien
Das Gruppenbild in der Mitte zeigt japanische Bergarbeiter nach der abgeschlossenen Ausbildung in der Bergbauschule. Die Ausbildung japanischer Bergarbeiter in den 1960er-Jahren war stark vom modernen Kohlebergbau Japans geprägt. Viele der Männer kamen aus traditionellen Bergbauregionen wie Kyūshū oder Hokkaidō, wo große Zechen betrieben wurden. Bereits vor einer möglichen Ausreise nach Deutschland hatten sie meist eine vollständige bergmännische Grundausbildung absolviert. Das Foto zeigt unter anderem die 19 und 20 Jahre alten Bergarbeiter Ariyoshi Nobaki und Tatsumi Shigyo, die nach einem gründlichen Auswahlverfahren, die Chance erhielten, ihr Glück in Deutschland zu versuchen. Beide waren bereits im japanischen Bergbau beschäftigt und kannten sich vom Besuch der Bergbauschule. Tatsumi Shigyo absolvierte nach 3 Jahren „Unter Tage“ eine Ausbildung zum „Steiger“.
Die beiden Buntfotos zeigen Ariyoshi Nobaki und seine Kumpels, die nach 3 Jahren „Unter Tage“ in die Branche der „Stahlkocher“ wechselten. Sie wurden Facharbeiter im Stahlwerk, überwachten den Abstich, die Temperatur und die Zusammensetzung des flüssigen Stahls. Das Foto der Tischgemeinschaft zeigt die Bergarbeiter in einem Wohnheim, das ausschließlich für Japaner vorgesehen war. Das Leben im Wohnheim war vergleichsweise angenehm: Die Verpflegung war gesichert, die Kleidung wurde gereinigt. Der Lohn für die harte Arbeit betrug damals 27 D-Mark pro Schicht. Bei rund 30 Schichten im Monat kam ein ordentliches Einkommen zusammen, von dem 150 Mark für das Wohnheim abgegeben werden musste.
Die auf dieser Homepage veröffentlichten Fotos und Linolschnitte dürfen nur nach vorheriger Anfrage und mit ausdrücklicher Erlaubnis verwendet werden.
Verdienstauszeichnung für das Japanische Begegnungs- und Hilfsnetzwerk TAKE Düsseldorf e.V.
Das Japanische Begegnungs- und Hilfsnetzwerk TAKE Düsseldorf e.V. (Takenokai) wurde am 10. November 2023 für seine umfangreichen Verdienste um die Vertiefung der deutsch-japanischen Beziehungen mit der Verdienstauszeichnung des Japanischen Außenministers ausgezeichnet. Wir freuen uns mit Takenokai über die besondere Anerkennung gratulieren hierzu recht herzlich.
Keyworker Oberkasselplus
Ein Rückblick auf 2025 und ein Ausblick auf 2026
Jahresrückblick-Jahresausblick
Arbeitsgruppe Stadtentwicklung, Bürgerbeteiligung und Wohnen im linksrheinischen Düsseldorf
2025 hat sich zum Thema "U81" im linksrheinischen Düsseldorf eine Arbeitsgruppe aus linksrheinischen Vereinen und Organisationen gebildet, die sich mit dem Problem der geplanten U81 durch die linksrheinische Naturlandschaft bis zum Handweiser Heerdt hin auseinandersetzt. Weitere Inormationen siehe: Stadtbahn U 81
Außerdem setzen wir uns zusammen mit dem VVV Oberkassel, dem BDA Bund Deutscher Architekten – Ortsgruppe Düsseldorf - für mehr Sicherheit für Radfahrer im linksrheinischen Düsseldorf und mehr Platz für Fußgänger auf dem Belsenplatz und der Luegallee ein.
weitere Themen sind:
Die "neue" Luegallee und Hochbahnsteige am Belsenplatz
Partnerverein in der politischen Stadtteilarbeit ist der VVV- Verkehrs- und Verschönerungsverein für den linksrheinischen Teil der Stadt Düsseldorf e.V., 40545 Düsseldorf