Die "neue" Luegallee

Zusammen mit dem VVV arbeiten wir für mehr Sicherheit für Radfahrer und mehr Platz für Fußgänger auf Belsenplatz und Luegallee.

 

Die Luegallee ist das Herzstück Oberkassels

Die Luegallee ist das Herzstück Oberkassels und die Hauptverbindung aus dem Linksrheinischen in die Innenstadt. Wie ein Relikt aus der Zeit der autogerechten Stadt bietet sie heute vier Fahrspuren für den motorisierten Verkehr plus einer Parkspur auf jeder Seite. Daneben verbleiben schmale Fußwege, auf der Nordseite mit einem integrierten, schmalen Radweg, viel zu eng für die vielen Fußgänger, Flaneure, Käufer, Leute mit Kinderwagen, im Rollstuhl oder das Fahrrad schiebend. Einige Restaurants und Cafés bieten besonders auf der Südseite Sitzplätze auf dem Fußweg an, die bei schönem Wetter trotz der großen Enge gerne angenommen werden. Die zahlreichen Auslagen, Werbematerialien, Kundenstopper, Verkehrsschilder und Parkautomaten machen die Situation zusätzlich schwierig und besonders für ältere oder behinderte Fußgänger auch gefährlich. 

 

Besonders problematisch ist das Fehlen sicherer Radwege. Das Radfahren stadtauswärts (Nordseite) ist auf dem schmalen, integrierten Radweg oft unmöglich und stellt eine Gefahr für Radfahrer und Fußgänger dar. Stadteinwärts fehlt ein Fahrradweg gänzlich, so dass die Radfahrer auf der Straße fahren müssen, eine große Gefahr für sie, aber auch für die anderen Verkehrsteilnehmer. Die Gefahren am Belsenplatz entstehen insbesondere dadurch, dass Fußgänger, die von einer Haltestelle zur anderen eilen, vier Fahrspuren und die Straßenbahngleise überqueren müssen. Lichtblicke sind der begrünte Mittelstreifen der Straßenbahn mit der Stadtbild prägenden Platanenallee, das lebhafte Treiben, die interessanten Geschäfte und Restaurants auf der Allee, auf den nahen Seitenstraßen und Plätzen. 

 

Mit unseren Vorschlägen greifen wir eine etwa zehn Jahre alte Planung des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) für den Belsenplatz auf und ergänzen sie mit einer Neugestaltung der Luegallee. Wir schlagen eigenständige und durchgängige Radwege, breitere Fußwege sowie zusammengelegte Hochbahnsteige vor. Die erforderliche Reduzierung auf zwei Fahrspuren und der teilweise Wegfall von Parkplätzen ermöglicht die Aufwertung zu einer wirklichen Allee, gefahrlosem Radfahren, Flanieren und Einkaufen, das auch den Geschäften und Restaurants an der Luegallee zugute kommen wird. Auf dem gewonnenen Platz können auch, je nach Bedarf und zeitlich verschoben, unterschiedliche Nutzungen stattfinden - vom Lieferverkehr über Kurzzeitparken bis zum erweiterten Platz für die Außengastronomie. Nachteile für den motorisierten Verkehr werden sich in Grenzen halten; auch heute steht in den Fällen, wenn Radfahrer auf der Straße fahren oder in zweiter Reihe geparkt wird, nur eine Fahrbahn zur Verfügung. 

 

Mit dem Wegfall der beiden Fahrspuren wird auch der Bau von breiteren Hochbahnsteigen möglich. Die Haltestellen des Belsenplatzes werden zusammengefasst und in das westliche Ende der Luegallee verlegt. Vorhandene Platanen können in Aussparungen der Hochbahnsteige Platz finden, oder neue Bäume werden in Trögen auf Plattformebene gepflanzt, so dass die Platanenallee erhalten und sogar vervollständigt wird. Der neue Belsenplatz wird mit Bäumen wieder attraktiv, und die Luegallee wird für alle Verkehrsteilnehmer und Besucher ein sicherer und angenehmer Verkehrs- und Aufenthaltsraum werden - ein bisschen die “Kö“ linksrheinisch.

Ergebnis hier: https://www.duesseldorf.de/verkehrsmanagement/projekte/verkehrsforum-ausblick.html

Verkehrsforum im Kongresszentrum Düsseldorf am 11. Oktober 2017

Das vom Planungsdezernat der Stadt Düsseldorf geplante und organisierte Verkehrsforum sollte die Auftaktveranstaltung zur Erstellung des Düsseldorfer Mobilitätskonzeptes 2030+ sein. Die Bürger waren eingeladen, ihre Ideen und Beobachtungen zum Verkehr in ihrer Stadt einzubringen. So hatten die Keyworker Oberkasselplus zusammen mit dem Verkehrs- und Verschönerungs-Verein für den linksrheinischen Teil der Stadt Düsseldorf e.V. (VVV) einen Stand unter dem Thema „Die neue Luegallee / Sicherheit für Radfahrer / mehr Platz für Fußgänger“ eingerichtet. Auf zwei Schautafeln wurde die problematische Situation auf Belsenplatz und Luegallee mit Fotos verdeutlicht. Der VVV hatte gemeinsam erarbeitete Lösungsvorschläge in Plänen und perspektivischen Illustrationen dargestellt.

Es war offensichtlich gut, dass wir uns auf die „neue Luegallee“ und den „neuen Belsenplatz“ konzentriert hatten. Das klar dargestellte Anliegen wurde offensichtlich von vielen Anwesenden geteilt; unser Stand war häufig umlagert und wir konnten in vielen Diskussionen unsere Ideen darstellen. Besonders interessant waren Gespräche mit Vertretern des städtischen Amtes für Verkehrsmanagement und der Rheinbahn. Erfreulicherweise „rannten wir häufig offene Türen ein“ und erhielten auch von Fachleuten Zuspruch.

Wir nahmen an verschiedenen Projektgruppen teil, wo wir auch auf andere Verkehrsprobleme im linksrheinischen Düsseldorf hinweisen und Verbesserungsvorschläge einbringen konnten.

Insgesamt ein sehr erfreulicher Nachmittag, der uns Hoffnung gibt, im Rahmen der neuen Mitwirkungsmöglichkeiten, die die Planungsdezernentin Cornelia Zuschke auch mit dieser Veranstaltung eröffnet hat, unser Projekt voranzubringen und künftig auch andere Probleme und Vorschläge realisieren zu können.

 

rp vom 22.6.2018: https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/stadtteile/oberkassel/radweg-luegallee-ist-wieder-im-gespraech_aid-23552023

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