01.09. bis 16.10.2017

Wanderausstellung "In der Wahrheit leben"

Gerhart-Hauptmann-Haus (GHH), Bismarckstraße 90, 40210 Düsseldorf

Der Kreisauer Kreis war eine bürgerliche Widerstandsgruppe, die sich während der Zeit des Nationalsozialismus mit Plänen zur politisch-gesellschaftlichen Neuordnung nach dem angenommenen Zusammenbruch der Hitler-Diktatur befasste.

Das Gerhart-Hauptmann-Haus (GHH) in Düsseldorf, Bismarckstraße 90, 40210 Düsseldorf, präsentiert eine deutsch-polnische Ausstellung aus der Geschichte von Widerstand und Opposition gegen die Diktaturen im 20. Jahrhundert. Es handelt sich um eine Kopie der Dauerausstellung, die in der Gedenk- und Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Krzyżowa/Kreisau präsentiert wird.

Das Begleitprogramm wurde von den Keyworkern Oberkasselplus in Zusammenarbeit mit dem GHH veranstaltet.

RP vom 25.9.17: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/kultur/mut-zum-protest-aid-1.7102509

Einführung in die Ausstellung durch Dr. Katja Schlenker, Kuratorin GHH.

Weitere Redner waren Thorsten Nolting, Vorstandsvorsitzender Diakonie Düsseldorf und Manfred Binder, Keyworker Oberkasselplus.

Staatssekretär Andreas Bothe (Bild) vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration begrüßte am 26.09.2017 die zahlreich erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörer, insbesondere die 90 Schülerinnen und Schüler von Düsseldorfer Schulen.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung hielt Mareen Heying einen Vortrag über Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

Mareen Heying ist Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Vorgestellt wurden Frauen, die sich in Düsseldorf gegen den Nationalsozialismus positionierten und Widerstand leisteten. Der Vortrag beleuchtete Facetten, die Widerstand haben konnte, und ging der Frage nach, ob es einen frauenspezifischen Widerstand gab.

26. 09.2017 fand im GHH ein Zeitzeugengespräch mit Kurt Salterberg statt, der damals als 21-jähriger Wachsoldat in der Wolfsschanze das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler

durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 miterlebte.

Die Historikerin Kelly Waab eröffnete am 26.09.2017 die Veranstaltung mit einem Vortrag über Claus Schenk Graf von Stauffenberg.

Das folgende Begleitprogramm wurde von den Keyworkern Oberkasselplus in Zusammenarbeit mit dem GHH veranstaltet.

 

Ausstellungseröffnung: 1.09.2017, 17.00 Uhr
Einführung:

Dr. Katja Schlenker, Kuratorin GHH; Thorsten Nolting, Vorstandsvorsitzender Diakonie Düsseldorf, Manfred Binder, Keyworker Oberkasselplus

05.09.2017, 16 - 18 Uhr;Zwischen Begeisterung und Angst. Kinder und Jugendliche in der Zeit des Nationalsozialismus

Lesung der »Geschichtsschreiber« mit anschließendem Gespräch. Wie haben Kinder und Jugendliche die Zeit des Nationalsozialismus erlebt? Wie wurde ihr Alltag beeinflusst? Wie reagierten die Eltern? Freiwillige »Geschichtsschreiber« haben im Rahmen eines Projekts des Arbeiter-Samariter-Bundes die Erinnerungen älterer Düsseldorferinnen und Düsseldorfer aufgeschrieben und lesen Auszüge daraus. In Kooperation mit: Arbeiter-Samariter-Bund

21.09.2017, 19 - 21 Uhr; Geschichte einer Liebe - Freya, Dokumentarfilm D 2016, 87 Min.

»Mit großem Glück lese ich Deine Briefe immer wieder«, schrieb der NS-Widerstandskämpfer Helmuth James Graf von Moltke während seiner Haft in der Strafanstalt Berlin-Plötzensee an seine Frau Freya. Der Briefwechsel zwischen dem Ehepaar ist ein wichtiges historisches Dokument und ebenso Zeugnis einer bewegenden Liebe, die mit der Hinrichtung von Helmuth James von Moltke im Januar 1945 durch das NS-Regime ein jähes Ende fand. Antje Starost und Hans Helmut Grotjahn haben sich in ihrem Dokumentarfilm diesem letzten Kapitel in der Beziehung der beiden Mitbegründer des »Kreisauer Kreises« angenommen. Interviews mit Freya von Moltke aus dem Jahr 2001 bilden die Grundlage für den Film und werden mit Ausschnitten aus den Briefen umspielt, gelesen von Nina Hoss und Ulrich Matthes. Trauer, Angst und Verzweiflung kommen zum Ausdruck, aber auch die Gewissheit, das Richtige getan zu haben. Was Freya von Moltke bleibt, ist die Erinnerung an ihren Mann, die ihr auch die Diktatur nicht nehmen kann: »Jetzt lebst Du noch bei mir, und eines Tages wirst Du eben plötzlich nicht mehr auch bei mir, sondern nur in mir, anders weiterleben.«
Im Anschluss Gespräch mit den Regisseuren Antje Starost und Hans Helmut Grotjahn.

26.09.2017, 18 - 20 Uhr; Zeitzeugengespräch über Claus Schenk Graf von Stauffenberg und den 20. Juli 1944

Moderiertes Gespräch mit Kurt Salterberg, der damals als 21jähriger Wachsoldat in der Wolfsschanze das gescheiterte Attentat gegen Hitler miterlebte.

27.09.2017, 15 - 17 Uhr; Führung in der Dauerausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

Veranstaltungsort: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Mühlenstraße 26, 40213 Düsseldorf; In Kooperation mit: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

04.10.2017, 19 - 21 Uhr; Widerstand und Resistenz in Düsseldorf während des Nationalsozialismus; Vortrag »Wir wollten nicht untätig bleiben«
Noch Anfang der 1930er-Jahre war Düsseldorf eine heterogene Stadt mit unterschiedlichen Milieus. Trotz weitreichender Überwachung- und Verfolgungsmaßnahmen der Nationalsozialisten gab es Gruppen und Personen, die sich dem System entgegenstellten. Der Vortrag skizziert die verschiedenen Aspekte von Widerstand in Düsseldorf. Im Anschluss spricht Dr. Henkel, Mitarbeiter der Mahn- und Gedenkstätte, mit Peter Neyses, dessen Eltern ihre jüdische Bekannte Erna Etscheit im Souterrain ihres Hauses in Oberkassel versteckten. In Kooperation mit: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
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